Selfielogie – die Lehre der Selfies

Selfies sind allgegenwärtig. Ein Fototrend der sich mittlerweile über die ganze Welt ausgebreitet hat und dazu noch höchst sympatisch ist. Es ist also an der Zeit dem Ganzen eine eigene Wissenschaft zu widmen – die Selfielogie. In der Selfielogie beschäftigen wir uns mit der Ausbreitung, der Verwendung und der Auswirkung der Selfies. Heute beginnen wir mit den Auswertungen der Mundwinkelstellung in 5 Großstädten der Erde.

Sammelt man Selfies und wertet diese nach Lokalität aus (sofern die Bilder bei Instagram mit einer Location vertaggt wurden) ergibt sich ein interessantes Bild. Selfiecity.net bietet zum Beispiel die Möglichkeit aus einigen Tausend Selfies in 5 Großstädten diverse Auswertungen vorzunehmen. Ich habe mal die Auswertung nach Lächeln bzw nicht-Lächeln und Geschlecht gewählt. Frauen sind demnach quasi global öfter lächelnd auf einem Selfie zu finden als Männer:

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In der Grafik befinden sich oben die männlichen, unten die weiblichen Probanden. Die Skala reicht von traurig (links) bis glücklich (rechts).

Das ist soweit schön und gut, immerhin stehen wir Deutschen in Berlin gar nicht so schlecht da. Der, fürs Marketing, aber interessantere Teil ist: Selfies werden überdurchschnittlich gut geliked und wahrgenommen. Hier spielt letztlich die Natur des Menschen eine große Rolle: wir kommunizieren eben viel lieber mit anderen Exemplaren unserer eigenen Spezies als mit allenm anderen. Und gerade bei den Distanzen, die wir mit Social Networks wie Facebook oder eben Instagram überbrücken und der Tatsache, dass sich viele dort vernetzte Menschen niemals in der “echten” Welt treffen werden, ergeben eben auch den großen Wunsch den “anderen” mal zu sehen.

Das gilt zwar nicht nur für Selfies, sondern letztlich für fast alle Bilder mit Menschen darauf, zeigt aber dass man am Besten in einem solchen Selfie seine Marke platziert.

Doch welche Möglichkeiten gibt es für eine Marke am Trend der Selfies teilzuhaben? In den USA gab es in 2013 rund 1000 Selfie-Kampagnen (ich habe mich nicht vertippt). Doch kaum eine erreichte große Aufmerksamkeit in Deutschland, es dauert eben immer mindestens 1 Jahr ehe so etwas richtig über den großen Teich schwappt. Mir persönlich hat dabei die Kampagne von Warby Parker hat seinen Kunden die Möglichkeit eingeräumt 5 Brillen zu bestellen, diese anzuprobieren und dazu aufgefordert von jedem Modell einen Selfie zu machen. Dieser sollte dann von Freunden & Bekannten bewertet werden, so dass die Entscheidung für die neue Brille quasi aus der Croud kam. Diese Idee gefällt mir wirklich gut, weil sie nicht nur den Trend Selfie benutzt, sondern auch ein wirkliches Problem löst. Witzigerweise hat einer meiner Facebookfreunde vor einiger Zeit genau so seine Entscheidung für eine neue Brille getroffen, ganz ohne Kampagne.

Warby Parker ist übrigens auch so eine tolle Marke, gerade habe ich in deren Blog einen Post gefunden “Wir, als wir 4 Jahre waren“. Das macht sympatisch, ganz ohne Kommerz icon wink Selfielogie   die Lehre der Selfies

Selfies im Tourismus

Während ich jetzt monatelang die Augen auf Instagram und Selfies gerichtet habe, ist mir aufgefallen dass es vergleichsweise wenige Kampagnen im Tourismusbereich gibt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht warum, denn gerade Selfies sollten sich dafür besonders gut eignen. Viele Menschen machen sie gern. Noch mehr Menschen machen gern Fotos im Urlaub. Tourismusanbieter, egal welche, wollen gern Fotos ihrer Regionen und Sehenswürdigkeiten. Noch naheliegender geht doch fast nicht icon wink Selfielogie   die Lehre der Selfies

Ich bin gespannt wen ich so alles auf der ITB treffen werde, vielleicht erfahre ich dort Gründe warum das mit den Selfies nur so semi genutzt wird…

 

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