Social Media ist keine relevante Quelle mehr für Journalisten

Das ECCO Agenturnetzwerk hat auch in 2013 wieder eine Umfrage unter Journalisten zu Fragen rund um Pressemitteilungen, Presseveranstaltungen und Quellen zur Informationsbeschaffung durchgeführt. Während ein Großteil der Ergebnisse durchaus auch meinen Erwartungen entspricht, zum Beispiel dass Journalisten nicht mehr für jeden und alles zu Presseveranstaltungen fahren, fällt doch gerade der Punkt Social Media als Informationsquelle ins Auge. Während in 2012 noch 60% der Befragten Social Media als wichtige Informationsquelle einstuften, gaben 2013 nur noch 10,8% an Social Media häufig zur Informationsbeschaffung zu nutzen:

Informationsbeschaffung Social Media ist keine relevante Quelle mehr für Journalisten

Wie auch immer jeder der befragten Journalisten “Social Media” für sich definiert – der Trend ist heftig. Sicherlich, und das muss man ja auch als Blogger ständig vor Augen haben, auch weil die Glaubhaftigkeit gelitten hat. Informationen wurden und werden oft geteilt ohne diese zu hinterfragen. Es gibt mittlerweile ja sogar Onlinedienste die das Faken von öffentlichen Twitterprofilen anbieten, mit wenigen Klicks zum Screenshot eines Lady Gaga Twitterfauxpas? Kein Problem mit lemmetweetthatforyou.com

Dazu kommt natürlich auch die Häme, die jedem Journalisten entgegenschlägt sobald er auf einen Fake im Netz hereingefallen ist. Und die Unterscheidung ist in Angesicht des Zeitdrucks oft nicht leicht. Aber gut, ich will hier gar nicht die armen Journalisten in Schutz nehmen, es ist halt ihr Job. Für Blogger bedeutet dieser Trend aber eben auch, dass die Quellenangabe “Internet” nicht seltener wird.

Die größte Chance einen Journalisten mit seiner Story zu erreichen hat man der Umfrage nach übrigens bei Facebook, gefolgt von Twitter und XING (kann man jetzt denken was man will). Oder man verschickt ganz klassisch eine Pressemitteilung icon wink Social Media ist keine relevante Quelle mehr für Journalisten

Social Media Social Media ist keine relevante Quelle mehr für Journalisten

29% nutzen demnach Facebook nie, knapp 45% machen einen Bogen um Twitter. Nun ja, sich als Journalist kategorisch solchen Medien zu verschließen finde ich persönlich dann auch etwas strange.

An der Umfrage beteiligten sich 324 Journalisten aus den verschiedensten Bereichen, ein ganz guter Querschnitt. Ob er jedoch repräsentativ ist? Ich hoffe natürlich nicht…

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